Der Old English Mastiff

Einige wissenswerte Informationen zum Mastiff:

Der Mastiff ist eine der größten und schwersten Hunderassen überhaupt. Er ist ein recht pfegeleichter Hausgenosse, wenn er artgerecht gehalten und versorgt wird. Sein Alter kann 13 bis 14 Jahre erreichen! Ein Mastiff ist ein zuverlässiger Hüter von Familie und Haus. Erwarten Sie jedoch nicht, das er unbedingt wild bellend an der Tür hochspringt, wenn jemand an der Haustür klingelt, er ist kein Beller und erst recht kein Beißer! Er hat ein unglaubliches Gespür dafür, einen Freund von einem „Feind“ zu unterscheiden und besitzt eine außerordentliche Vorahnung für Gefahr. Zurückhaltend, leise und gleichwohl äußerst aufmerksam – wenn er nicht gerade mal wieder schläft, entgeht ihm nichts.

Sein Haus ist sein Schloß, sein Revier indem er sich zusammen mit seiner Familie wohlfühlt. Er treibt sich niemals herum. Trotz größter Wachsamkeit wird er nicht unnötigerweise bellen. Wenn jedoch ein Fremder sich dem Haus nähert, wird der Mastiff entscheiden, ob diese Person akzeptiert werden kann oder nicht. Mastiffs sind sehr liebevoll und zärtlich und trotz ihrer mächtigen Größe sehr empfindsam. Es scheint so, als sei der einzige große Wusch ihres Lebens, denen, die sie so sehr lieben, zu gefallen. Abgesehen von einem gelegentlich strengen Tonfall, bedarf es keiner weiteren Maßnahme, den Mastiff zu disziplinieren. Obwohl sie nicht unbedingt auf eine Person fixiert sind, scheinen sie die Dame des Hauses zu bevorzugen. Um ihre Persönlichkeit und Intelligenz optimal zu entwickeln, müssen sie als Familienmitglieder gehalten werden.

Dieser letzte Satz sollte nie vergessen werden; der Mastiff ist ein sehr feinfühliger Hund und nimmt dementsprechend viel wahr. Man sollte ihn daher frühzeitig mit allen möglichen Alltagssituationen konfrontieren, mit Straßenverkehr, mit anderen Hunden, ihn dorthin nehmen, wo viele Menschen sind. Ihr Mastiff wird es Ihnen später als ein sicherer, kluger Begleiter, der Situationen richtig einschätzen kann, danken.

Ein Wort muß noch zu der Eigenschaft gesagt werden, die es weitgehend verhindert, das der Mastiff sich zur Schutzhundprüfung auf dem Hundeplatz eignet: Seiner gelegentlichen Dickköpfigkeit wird bei sinnlosen und unnötigen "Gehorsamsübungen" deutlich, er wird sie einfach ignorieren. Dennoch ist er ein gelehriger Schüler, wenn er zeitig an die „Unterordnung“ mit abschließender Begleithundprüfung herangeführt wird.

Ist der Mastiff lustlos, so wirkt er so, als könne er sich kaum vom Fleck rühren. Wenn er jedoch will, kann er von großer Schnelligkeit sein. Seine enorme Größe läßt ihn plump wirken; aber seine Funktionalität ist überraschend. Wer einmal einen Mastiff „auf den Hinterläufen aufgerichtet, rückwärts“ hat laufen gesehen, wird dies bestätigen.

Der erwachsene Mastiff liebt und braucht lange Spaziergänge und Wanderungen, eignet sich jedoch aufgrund seines extrem großen Körpergewichts nicht zum Sporthund und nur bedingt zur "Arbeit" auf dem Hundeplatz. Für den Mastiffwelpen bis zum Alter von etwa sieben Monaten ist übermäßige Anstrengung tabu, - die noch schwachen Bänder könnten überdehnt werden, und Knochen und Muskulatur könnten sich fehl entwickeln. Also keine Dauermärsche oder Radtouren mit dem jungen Mastiff, dessen enorme Größe bereits als junger Hund dazu verleiten könnte, ihm Anstrengungen zuzumuten, denen er mit seinen unentwickelten Muskeln und seinem im Wachstum befindlichen Knochengebäude noch nicht gewachsen ist! Auch sollte man den jungen Mastiff in den ersten Monaten nur wenig Treppen steigen lassen.

Abschließend sei nochmals die Mastiffhaltung mit Kindern angesprochen. Die grenzenlose Geduld und Loyalität des Mastiffs bezieht sich vor allem auf die eigene Familie. Hier sollten jedoch die Kinder früh lernen, den Hund zu respektieren. Vor allem dann, wenn er sich zur Ruhe zurückzieht, sollte er nicht gestört werden. Ein Hund ist kein Spielzeug!

Den idealtypischen, "geboren Kinderfreund" unter den Hunden gibt es nicht. Mastiffs nehmen im allgemeinen eine ausgeprägte Schutzfunktion in der eigenen Familie ein. Doch eine gewisse Vorsicht ist bei allen Hunden ist immer geboten, man sollte daher sehr kleine Kinder oder fremde Kinder nicht unbeaufsichtigt mit einem Hund all eine lassen. Ein Mastiff, der jedoch ab seinem Welpenalter mit Kindern aufgewachsen ist, wird sich immer auch für die jüngsten in "seinem Rudel " verantwortlich fühlen, denn es gehört zu seiner Aufgabe, auch diese zu behüten.